Dienstag, 25. Oktober 2016

Füßchentutorial zum "Babyleicht"-Buch

Schon beim ersten Buch "Kinderleicht" hat es sich bewährt, zu den am häufigsten aufkommenden Fragen (in dem Fall Wendejacke und Babyshirt mit Knopfleiste auf der Schulter) Fototutorials einzustellen. Das mache ich von Herzen gerne und würde sicher öfter, wenn ich die Zeit dazu hätte.

Hier also das erste Tutorial zum "Babyleicht"-Buch: Das Füßchentutorial. Es passt zum Strampler auf Seite 19 und auch zum Schlafi auf Seite 29 und ist für Besitzer des Buches als Ergänzung gedacht. 

HIER kannst du es dir runterladen. 

Die Füßchenlösung an Strampler und Wickelschlafi ist, einmal verstanden, wirklich sehr einfach. Ich bin mir sicher, dass nach den Lektüre des Tutorials keine großartigen Fragen mehr offen bleiben sollten, ich habe mir große Mühe gegeben, wirklich genau und mit vielen Bildern zu beschreiben. Etwas, was mir in der Form natürlich nur digital offen steht, ein Buch dieses Ausmaßes wäre wohl bei der Zahl an Schnitten kaum noch zu heben, haha. 

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachnähen!

Liebe Grüße, Pauline

Freitag, 21. Oktober 2016

Sommerblüschen

Es schüttet hier seit Tagen und auch, wenn ich selten friere, ist es kalt genug, die Heizung anzustellen. 
Also mache ich es mir warm ums Herz und denke an schöne Sommertage, indem ich euch mein selbstkreiertes Sommerblüschen zeige:

Die kurzärmelige Bluse aus Küchenkaro ist eigentlich nur eine aus einer ganze Serie, leider die Einzige, von der ich Fotos am Kind habe, da sie das Festtagsoutfit meiner Kleinen zur Einschulung meiner Großen war.
Die gerundete Passe der Bluse hat bei diesem Modell vorne eingearbeitete Biesen, ich liebe Biesen. Der vordere Rockteil ist mittig leicht gerafft, die Ärmel und Passen sind gedoppelt, so dass von innen nur die seitlichen Rocknähte sichtbar sind.  
Die Bluse wird im oberen Bereich durch zwei echte Knöpfe verschlossen, der Schlitz öffnet sich für einfaches Anziehen jedoch bis in das hintere Rockteil hinein. 
Ohne Biesen und mit Druckknöpfen kommt dieses Modell daher. Genäht aus den umwerfenden Appellütt und Eleonore Stoffen von Frau Tulpe in rot. 
 Die perfekte Lösung für den Schlitz hinten habe ich noch nicht gefunden, aber ich bin zuversichtlich, dass mir noch etwas Gutes einfällt. 
 Ich liebe es ja, wenn es auch von innen richtig sauber und ordentlich aussieht.
 Auch ohne Ärmel, stattdessen mit Bindebändern und eingearbeiteter Paspel macht die Bluse was her. 
Ich habe den Schnitt auch für Jersey gebaut, aber da muss ich noch einmal Fotos sichten, bevor ich euch das vorstelle. Meine Projekte für Sommer 2017, haha. 

Morgen geht es für mich los zur Buchmesse, wo ich am Samstag am Stand des Frechverlags zu finden bin, vielleicht treffe ich die ein oder andere von hier?

Liebste Grüße, Pauline

Montag, 17. Oktober 2016

Opajäckchen

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an mein gepunktetes Strickjäckchen von vor einem Jahr? Da lag sie noch, die winzige Maus, jetzt flitzen beide durch die Gegend und fangen an zu reden. Ganz schön alt sind sie geworden. 
Ok, noch nicht Opa-Alter, aber der Gedanke an Großväter drängt sich bei diesem Jäckchen ein bisschen auf, oder? Dem Farbschema bin ich treu geblieben, dieses Mal kam allerdings leichter Sweat, Jenna melange von Swafing, zum Einsatz. Graumeliertes Bündchen (wie immer) und die geschlossenen Jerseydrücker von Snaply. 
 Aufgesetzte, oben eingefasste Taschen...
 ...und Ellenbogenflicken runden den Look ab und lassen die einfarbige Jacke alles andere als langweilig aussehen. 
 Gerade bei Jacken finde ich weniger oft mehr, damit sie zu möglichst Vielem passen. 
Die Strickjacke ist zusammen mit Wickelshirt und Wickeljacke ganz oben auf meiner eBook-Liste und ich hoffe so sehr, noch einige abarbeiten zu können, bevor ich mich ins nächste Buchprojekt stürze (ich muss irre sein, haha). 

Sonntag, 16. Oktober 2016

Drei halbe Meter Punkte und ein Schnittmuster-Puzzle

Beim letzten Stoffmarktbesuch in Hannover habe ich mich ganz artig beherrscht, siehe Instagram, aber diese drei Farben Punkte musste ich einfach mitnehmen. 
Bei zwei Babys hat man irgendwie einen ganz schön hohen Verbrauch an Klamotten, daher entschied ich mich, unseren Shirt-Vorrat ein wenig aufzustocken. Für die mittlerweile ganz schön großen Mäuse Größe 92, 86 passt jetzt genau. 
Als Schnittmuster habe ich das Shirt mit asymmetrischem Ausschnitt aus meinem "Babyleicht" Buch gewählt, da ich die körpernahe Passform an den Mädels total niedlich finde. 
Da dabei immer noch Reste geblieben wären, habe ich mir die Aufgabe gestellt, neben dem Shirt jeweils noch eine Mütze auf den halben Meter zu quetschen. Das stellte sich zum Teil als kompliziert heraus, dazu später mehr. 
Jedenfalls, drei Mal das gleiche Shirt nähen, das wäre tatsächlich etwas langweilig geworden. Also möchte ich euch meinen kleinen Schnittmuster-Trick vorstellen.
Shirt 1 ist ganz normal nach dem im Buch enthaltenen Schnittmuster genäht: einseitiger amerikanischer Ausschnitt und Ärmelbündchen.
Für das zweite Shirt habe ich das Schnittmuster genau mittig im gefaltet und mit der Rundhalsausschnitt-Seite im Bruch zugeschnitten: Ergibt ein klassisches Rundhals-Shirt. Die Ärmelbündchen sind hier überlang, da nach dem Zuschnitt der Mütze nicht mehr genug Stoff übrig blieb. Not macht erfinderisch. 
 Shirt 3 ist ebenfalls mit dem gefalteten Schnittmuster zugeschnitten, dieses Mal allerdings mit der Schlupfausschnitt-Seite. So entsteht ein schmales Shirt mit amerikanischem Ausschnitt. 
Schon praktisch, was? Ein Schnittmuster abzeichnen und mit einmal Falten in drei Schnittmuster verwandeln. 

Meine Restemützen sind allesamt durch kreatives Puzzeln zustande gekommen. Die Knotenmütze aus meinem Buch "Kinderleicht" in der Größe 48-50cm KU (ja, ich finde die tatsächlich da auch noch süß) ließ sich sehr gut kopfüber versetzt zuschneiden und hat mir die wenigsten Probleme bereitet.
 Die Beanie aus dem "Kinderleicht"-Buch, die ich unbedingt nähen wollte, bescherte mir, wie oben schon geschrieben, zu kurze Ärmel beim Shirt, die ich halt einfach mit überlangen Ärmelbündchen ergänzt habe. Die fehlende Länge habe ich dabei direkt beim Zuschneiden addiert. Achtung: Unbedingt beachten, dass das Bündchen am Ende auf halbe Höhe zusammengefaltet wird. 
 Diese Mütze war schließlich der Gipfel der Improvisation. Ich habe mich auch noch verschnitten und so wurde sie seeehr knapp. Sie hätte schon ein Bündchen in grau angesetzt bekommen, wenn meine Jüngste nicht darauf bestanden hätte, die zweite Tageshälfte mit der zu kurzen Mütze auf dem Kopf zu verbringen und ich es dann auf die "muss mal gemacht werden" Liste gesetzt habe. Kommt noch. 
 Was ich eigentlich an diesem Post gerne zeigen würde: Ich finde, es braucht weder eine große Menge abgefahrener Schnittmuster, noch einen Haufen verrückter Stoffe: Mit etwas Geduld und Kreativität lässt sich auch mit einfachen Mitteln eine ganze Menge rausholen. Kostenpunkt hier in etwa 16Euro Material, Zeitaufwand ca. zwei Abende Nähen und Zuschneiden...
Ich jedenfalls mag unsere Punkte-Ausstattung sehr. 

Liebste Grüße, Pauline

Freitag, 14. Oktober 2016

Allerliebste Punktejacken

Ab und an passiert es mir, da nähe ich etwas, in das ich mich sofort Hals über Kopf verliebe und es tagelang streicheln kann vor Verzückung. Klingt komisch? Ist es auch. Aber tatsächlich finde ich diese Sweatjacken für die Babys (die keine mehr sind) besonders gelungen. 

Eigentlich ist an ihnen nichts Besonderes: Genäht habe ich sie nach meinen eBook "Jacke", das es jetzt ganz neu auch bei Farbenmix als Papierschnittmuster gibt. Damit ich mich nach all den vielen genähten Jacke nicht langweile, habe ich den Schnitt spaßeshalber mit dem Kuschelanzug gekreuzt und dessen Kapuze verwendet. Da hätte man jetzt messen und angleichen können, ich habe einfach den Halsausschnitt und dazu die unveränderte Kapuze vom Anzug übernommen. Beim Abpausen auf Folie lassen sich solche Spielereien übrigens besonders leicht umsetzen. 

Als Stoffe kamen melierte Punktesweats über Stick&Style zum Einsatz, dazu graumelierter Jersey und Rippbündchen aus dem Fundus (vermutlich über Aladina). 
 Ein paar Covernähte und zugegeben mäßig passende Reißverschlüsse dazu...
 ...und die in der Anleitung beschriebene Verarbeitung mit Belegen, Versäuberungsstreifen und Kinnschutz, die ich sehr schätze...
 ...da die Jacken so auch von Innen sauber aussehen. Zu allen Papierschnittmustern gibt es übrigens einen Code, mit dem man sich im eigenen Farbenmix-Account die aus den eBooks gewohnte Fotoanleitung freischalten kann. 
Gerade erst am Wochenende bei Snaply Backstage sprach ich mit lieben und kompetenten Kolleginnen darüber, dass ich die neuerdings üblichen Hochglanz-Profifotos wirklich ganz toll finde, aber mich selber außer Stande sehe, solche abzuliefern. 
Wenn ich mit Kindern unterwegs bin, von denen die Großen sich sowieso verweigern, dann mache ich drei Kreuze, überhaupt irgendein Kind vor die Linse zu bekommen, bevor ein anderes sich in Gefahr bringt oder abhanden kommt. 
Das sieht dann halt so aus:
...oder so:
...oder so:
 ...oder so:
 ...und führte in diesem Fall dazu, dass 5 Minimuffins einen sinnlosen Tod sterben mussten. Aber gut, ihr gewinnt einen Eindruck, oder?

Wer auf den Geschmack gekommen ist: Das eBook zur Jacke gibt es hier, den Kuschelanzug hier und die Papierschnitte hier.

Bleibt mir euch ein ganz tolles Wochenende zu wünschen, auf dass die nächste Woche genug Zeit bringt, euch meine Nähwerke der letzten Woche zu zeigen. Ja, ich nähe auch noch. Ich fotografiere sogar gerade für neue eBooks, jawoll!